gedanken zu meiner arbeit

Mein Name ist Kristina Verzbilovska und ich bin Künstlerin und Kulturmacherin.

2014 bin ich in der Uni so richtig mit der Fotografie in Berührung gekommen – eine #analoguelovestory. Derzeit ist die Fotografie mein liebstes Medium neben der Schreiberei.

Wichtig sind dabei für mich Emotionen und ihre manchmal blassen oder auch schalen Zwischentöne, die nur flüchtig einen Augenblick lang zu erfassen sind und dann von den großen Gefühlen überrollt werden oder sich völlig in Luft auflösen.

Deshalb arbeite ich hin und wieder gerne konzeptionell. Etwas zu planen, zu fühlen, zu durchdenken erfüllt mich. Und manchmal reicht das schon aus als befriedigenden Gedanken. Das „Was-wäre-wenn-könnte-gewesen-sein“. Das ist ähnlich “luftig” wie fliehende Augenblicke, die Sehnsucht nach etwas nicht abbildbarem. Ich suche nach Stimmungen – die, anders als Gefühle, so klar zu sehen sind in meinem Kopf. Das ist das Zusammenspiel aus Licht, aus Farben, Gerüchen, Geräuschen und Erinnerungen. Manchmal so stark, dass es sich wie schon einmal gelebt anfühlt.

So suche ich im Unästhetischen das Ästhetische und finde Magie und Mystisches in banalen Alltagsszenen.

Aufbauend auf diesen Gedanken ist mir Partizipation in Kunst und Kultur ein großes Anliegen. Kunst ist ein wunderbares Mittel zum Ausdruck und zur Reflexion des Lebens und des Alltags durch ästhetische Wahrnehmung. Wer künstlert, ist sich selbst und seiner Umwelt ein Stück näher.

Sinnliche Wahrnehmung und Emotionen sind dabei fest für mich verknüpft in vielerlei Medien. Wobei die Fotografie, insbesondere das Experimentelle mit Film meine klarste Sprache ist.

Am meisten fühle ich mich in meiner Arbeit wie eine Forscherin – eine Erforscherin auf einem Abenteuer. Stimmungen wollen gefunden, erkundet und dokumentiert werden. In der Zusammenarbeit mit Menschen sind mir die Zwischentöne wichtig – das Ungespielte und Rohe, aber auch die Spannung und Unsicherheit. Zustände die gefühlt und ausgehalten werden wollen und dürfen. Deshalb finde ich Portraifotografie gleichzeitig so faszinierend und ängstigend.
Wie kann ich dem Individuum vor der Kamera am meisten gerecht werden, ohne den persönlichen Ausdruck zu verkennen und zu verdecken? Das endet häufig in einer Erkenntnis – einem: “Aha, so ist das also!”
Wenn du Lust hast, das mit mir zu erforschen, freue ich mich auf gemeinsames Aushecken in Form von Zusammenarbeit, Shootings, Aufträgen und was sich sonst alles noch machen lässt..